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Tikal

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Tempel II in Tikal
© Wikipedia 

Tikal ist die berühmteste Ruinenstätte der Maya im Dschungel von Guatemala und gilt als eine der größten Mayastädte überhaupt. Die Ursprünge der Metropole gehen auf 900 v. Chr. zurück. Allein in der 16 Quadratkilometer großen Zentralzone wurden bislang 3000 Gebäude, darunter 80 bis zu 70 Meter hohe Pyramiden lokalisiert. In der Blütezeit lebten über 100.000 Menschen in Tikal.

Bis heute ist es ein Rätsel, weswegen Tikal an dem Ort steht, an dem es gebaut wurde, denn in Tikal gibt es nirgends Wasser. Der nächste See ist der 40 km entfernte Peten Itza See. Wenn man eine Stadt für 100.000 Menschen baut - warum baut man dann nicht am Wasser? Was war so zwingend wichtig an diesem Ort, dass ausgerechnet dort die Tempel und Pyramiden errichtet werden mussten? Von einem kleinen Jadeplättchen, das in Tikal gefunden wurde und sich heute im Museum von Leyden (Niederlande) befindet konnten 15 Mayaschrift zeichen entziffert werden. Darauf heißt es, dass sich in Tikal "der Herrscher der Himmelsfamilie" niederließ. War das der Grund weswegen die Stadt ausgerechnet an diesem Ort errichtet werden musste?

Bei Ausgrabungen in Tikal fand man eine große Anzahl von Stelen. Die in der Paläo-SETI-Literatur am meisten erwähnte ist die "Präklassische Stele von Tikal". Im 9. Jahrhundert wurde Tikal aus unbekannten Gründen von seinen Bewohnern verlassen. Das jüngste Datum, das man auf einer Stele fand, weist in das Jahr 869.