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Serapeum

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Steinsarkophag
© Tatjana Ingold

Das Serapeum liegt am westlichen Rand von Sakkara. Es handelt sich dabei um eine vom französischen Ägyptologen Auguste Mariette im Jahr 1851 entdeckte Kultstätte. Der unterirdische Teil des Serapeums besteht aus Gängen, in die beidseitig große Nischen gehauen wurden. In den Nischen stehen die größten Granit sarkophage der Welt. 24 Sarkophage sind im begehbaren Teil des Serapeums zu sehen. Diese wiegen jeweils bis zu 70 Tonnen und sind im Durchschnitt vier Meter lang, 2,30 m breit und 3,30 m hoch. Auf den Sarkophagen befindet sich ein 25 Tonnen schwerer Deckel. Die exakt bearbeitete Sarkophagwand ist über 40 cm dick. Die Schwergewichte sind aus dem rund 1000 Kilometer südlich liegenden Assuan hierher transportiert worden.

Die Sarkophage waren allesamt leer, die Deckel beiseite geschoben. Erst ein Jahr später entdeckte Mariette zwei unversehrte Sarkophage und ließ die Deckel mit Stemmeisen und Seilwinden hinweg heben. Der Forscher erwartete im Sarkophag einen mumifizierten heiligen Apis-Stier zu finden. Die Enttäuschung war groß, als lediglich eine stinkige Masse aus Bitumen (Asphalt) und Knochensplittern darin war. Weswegen man die größten Sarkophage der Welt für nichts weiter als zerhackte Knochen erschuf ist bis heute ein Rätsel.

Erich von Däniken spekulierte, dass hier möglicherweise Mischwesen bestattet worden sein könnten. Alte Historiker wie Manetho und Eusebius berichten davon, dass die "Götter" Monstren und Mischkreaturen erschaffen hätten. Die Alten Ägypter glaubten fest an die Wiedergeburt, sofern der Körper auch nach dem Tod erhalten bleibt. Das war der Grund für die aufwändigen Mumifizierungen der Pharaonen. Der Umkehrschluss wäre, dass die Körper von Wesen, die nie wiedergeboren werden sollen, zerstört werden müssten. Für Däniken ist das Serapeum ein Gefängnis für Mischwesen: "Diese Tiere sollten nie wiedergeboren werden, deshalb baute man eine gewaltige unterirdische Anlage, errichtete riesige Sarkophage, zersplitterte die Knochen und begrub sie anschliessend unter einem 25 Tonnen schwerem Deckel!". Beweisen lässt sich diese Theorie nicht, solange kein intaktes mumifiziertes Mischwesen gefunden wird.