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Exobiologie

Die Exobiologie, die auch Bio-Astronomie oder Astrobiologie genannt wird, untersucht den Ursprung und die Evolution des Lebens im Kosmos und auf der Erde sowie die Verbreitung von Lebenskeimen im All (Panspermie). Es wird versucht herauszufinden, ob und unter welchen Bedingungen Leben außerhalb der Erde existiert, wozu Untersuchungen in Extrembereichen unseres Planeten durchgeführt werden, wie z.B. in der Tiefsee, in Vulkanen, im ewigen Eis oder unter völligem Sauerstoffabschluß. Daraus lassen sich Rückschlüsse ziehen, ob und wie es z.B. auf dem Mars Leben gegeben haben kann oder sogar noch gibt - hierzu hatten die beiden Viking-Landeroboter 1976 entsprechende Experimente durchgeführt.

Aber auch an anderen Stellen im Sonnensystem wird Leben vermutet - so z.B. unter dem Eis des Jupitermondes Europa oder in der dichten Atmosphäre des Saturnmondes Titan, bei der angenommen wird, dass sie der Uratmosphäre der Erde entsprechen könnte. Genaueres wird man erst durch die Cassini-Expedition erfahren, bei der die Sonde Huygens durch diese Atmosphäre fliegen wird.

Die Exobiologie versucht auch zu klären, ob und wie die Menschheit auf zukünftigen Reisen extraterrestrische Ökosysteme beeinträchtigen oder zerstören könnte, z.B. durch "eingeschleppte" Lebensformen, ähnlich wie dies bei der Entdeckung des amerikanischen Kontinentes geschehen ist. Im Umkehrschluß wird auch untersucht, ob mitgebrachte außerirdische Keime die Erde bedrohen könnten.