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Xian

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Pyramide in Xian
© unbekannt

Die Stadt Xian liegt in Zentralchina, zwischen dem Fluß Weihe im Norden und dem Qinling-Gebirge im SĂŒden, und besitzt wahrscheinlich mehr archĂ€ologische FundstĂŒcke als jede andere chinesische Stadt. Und genau hier hat sich die wahrscheinlich grĂ¶ĂŸte archĂ€ologische Sensation des 20. Jahrhunderts ereignet. 1974 entdeckten Bauern zufĂ€llig beim Bau eines Brunnens 20 km nordöstlich von Xian eine antike Grabanlage. Rund 700 000 Zwangsarbeiter, KĂŒnstler und Architekten waren 37 Jahre lang mit dem Bau der Grabanlage beschĂ€ftigt gewesen. Es ist das Grab von Kaiser Qin Shi Huangdi, der von 221 bis ungefĂ€hr 209 v. Chr. regiert hatte.

Die Ausgrabungen begannen noch im Jahr 1974, und die ArchĂ€ologen entdeckten dabei eine Armee von 6000 Terracotta-Soldaten, alle in LebensgrĂ¶ĂŸe und mit individuellen ZĂŒgen, in Gefechtsformation, 600 Pferden und 100 hölzernen Wagen. In den 1990er-Jahren wurden in der NĂ€he 800 KönigsgrĂ€ber aus der Han-Zeit entdeckt. Einige enthalten hunderte von Terracotta-Soldaten im Miniaturformat; außerdem wurden Tempel fĂŒr Opferzeremonien entdeckt.

Bereits im Jahr 247 v. Chr., lange Zeit bevor er das Chinesische Reich grĂŒnden hatte können, hatte Qin Shi Huangdi mit dem Bau seiner Grabanlage begonnen. Es ist eine einzigartige unterirdische Welt aus FlĂŒssen, Seen, Palastmodellen und vor allem einer Armee aus Terracotta-Soldaten, um dem Kaiser auch im Jenseits uneingeschrĂ€nkte Macht zu sichern. Jeder Soldat ist ein EinzelstĂŒck mit individuellen ZĂŒgen und hat ein Gewicht von 300 kg. UrsprĂŒnglich waren sogar alle bemalt und bewaffnet.

Es wird vermutet, dass die unterirdischen FlĂŒsse und Seen aus Quecksilber gemacht waren. TatsĂ€chlich sind unter dem GrabhĂŒgel große Mengen Quecksilber gefunden worden. Der GrabhĂŒgel ist insgesamt 120 Meter hoch. Es gibt noch mehr solche GrabhĂŒgel in der Umgebung von Xian. Sie sehen alle wie die Pyramiden der alten Ägypter aus, und bis jetzt sind sie noch kaum erforscht worden.