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Popol Vuh

Bei dem Popol Vuh ("Buch des Rates") handelt es sich um den Schöpfungs- und Geschichtsepos der im Hochland von Guatemala ansässigen Quiché-Maya. 1530 wurde es auf Grundlage mündlicher Überlieferungen von schreibkundigen Indianern in Lateinisch niedergeschrieben, um 1700 dann von Pater Francisco Ximénes ins Spanische übersetzt.

Neben Götter- und Heldensagen, kulturgeschichtlichen Aussagen und dynastischen Darstellungen beschreibt das Popol Vuh die Schöpfung der Welt, derzufolge 5 Götter sowie die Federschlange Kukumaz (auch Kukulcan) Himmel, Erde und Lebewesen erschufen. Die Schöpfung der ersten Menschen misslang dreimal, weshalb sie von den Göttern verfolgt und ausgetilgt wurden. Erst beim vierten Versuch gelang es, vier Urväter und deren Frauen zu erschaffen, die ihren Schöpfern gleich waren und alles sehen und erkennen konnten. Jedoch beschlossen die Götter solcher Vollkommenheit Einhalt zu gebieten, auf dass die Menschen nicht allwissend blieben.